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Deine Ausbildung

Böttcher*in

Als Böttcher*in fertigst du Fässer in allen Größen und Durchmessern an: Aus unterschiedlichen Hölzern baust du unter Einhaltung von Maßangaben Fässer und Ziergefäße für den Transport und die Lagerung von Getränken, Flüssigkeiten und anderen Inhalten – welches Holz zu welchem Inhalt passt, gehört dabei genauso zu deiner Expertise wie die Montage von großen Lagerbottichen. 

Böttcher*in
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Übersicht der Ausbildung

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Gewerkegruppen:
Holzgewerbe
Interessensbereiche:
Holz; Metall
Dauer der Ausbildung:
Die Regeldauer der Ausbildung kann auf Antrag individuell verkürzt oder verlängert werden.
3 Jahre
Vergütung (Brutto):
Diese Angaben basieren auf Ausbildungsvergütungen aus einschlägigen Tarifverträgen. Sie geben nur eine grobe Orientierung. Die Ausbildungsvergütung kann je nach Region und Betrieb variieren.

Das Gehalt (Brutto) liegt bei

  • ca. n.N. € im 1. Lehrjahr,
  • ca. n.N. € im 2. Lehrjahr und
  • ca. n.N. € im 3. Lehrjahr.
Voraussetzung:
Welcher Schulabschluss gefordert ist, variiert von Betrieb zu Betrieb. Rechtlich ist kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben. Selbst ohne Schulabschluss ist eine Ausbildung möglich. Erkundige dich bei den Betrieben deiner Wahl, welchen Abschluss du mitbringen solltest. Je besser dein Abschluss, desto größer zumeist deine Entwicklungsmöglichkeiten.
Hauptschulabschluss (Berufsreife) oder Realschulabschluss (Mittlere Reife) oder Abitur oder Fachabitur
Tätigkeit

Hol dir einen Einblick.

Details zur Ausbildung

Sieh es dir genauer an.

Deine Aufgaben

Als Böttcher*in fertigst du auf traditionelle Weise aus verschiedenen Holzarten Fässer und Ziergefäße zur Lagerung und für den Transport von Flüssigkeiten und anderen Inhalten für Industrie, Handel und Gewerbe. 

  • Fertigen: Du kennst das passende Holz für jeden Fassinhalt, denn je nach Flüssigkeit kann und soll es den späteren Geschmack beeinflussen. Du wählst die Dauben aus und befestigst diese am Fassreifen. Durch Erhitzen biegst du die Dauben in die gewünschte, oftmals charakteristisch bauchige, Form. 
  • Auskleiden: Das fertige Fass mit Böden wird von dir geschliffen, geölt oder gewachst – je nach Wunsch der Kundin oder des Kunden und des späteren Verwendungszwecks.
  • Warten: Du säuberst und reparierst Fässer, auch eine Montage von großen Gefäßen direkt bei deinen Kund*innen gehört zu deinem Fachgebiet. 
Deine Eigenschaften

Handwerkliches Geschick, Ausdauer und mathematisches Verständnis sind für den Beruf Böttcher*in eine gute Grundlage. Darüber hinaus sollte du gerne im Freien arbeiten und ein Teamplayer sein.

Deine Ausbildungsinhalte

Deine Ausbildung als Böttcher*in bereitet dich auf die Herausforderungen des späteren Berufslebens vor – und beinhaltet diese Themen:

  • Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen, Arbeiten im Team
  • Betriebliche und technische Kommunikation
  • Erstellen und Anwenden von technischen Unterlagen
  • Kundenorientierung
  • Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen
  • Be- und Verarbeiten von Holz, Werk- und Hilfsstoffen
  • Einrichten, Bedienen und Instandhalten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und technischen Einrichtungen
  • Herstellen von Dauben und Böden
  • Fertigen von Reifen
  • Herstellen von Fässern, Bottichen, Behältern und sonstigen Produkten
  • Instandsetzen von Fässern, Bottichen, Behältern und sonstigen Produkten
  • Einbauen von Armaturen und Zubehör
  • Behandeln von Oberflächen
  • Durchführen von Montagearbeiten
  • Recyceln von Fässern, Bottichen, Behältern, sonstigen Produkten und Reststoffen
  • Organisation des Ausbildungsbetriebes, Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz 
  • Umweltschutz und Nachhaltigkeit
  • Digitalisierte Arbeitswelt
Ablauf der Ausbildung

Das kommt auf dich zu

Ausbildungsbeginn

Die Ausbildung startet zumeist am 1. August oder 1. September eines Jahres. Es ist aber auch möglich, deine Ausbildung zu einem anderen Zeitpunkt zu beginnen. Besprich das individuell mit deinem Ausbildungsbetrieb.

Dauer der Ausbildung

3 Jahre

Zwischenprüfung

Während der Ausbildung erfolgt eine Zwischenprüfung. Sie soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden. Sie gibt dir eine Orientierung zu deinem Lernstand.

Abschlussprüfung

Am Ende der Ausbildung findet eine Gesellenprüfung statt.

Deine Karrieremöglichkeiten
Weiterbildung

Deine Karrieremöglichkeiten

Deine Karrieremöglichkeiten

Mit der Ausbildung als Böttcherin oder Böttcher kannst du in Zukunft sagen: Das Flüssige kommt in das Runde!

Nach dem Abschluss der Ausbildung kannst du als Gesellin oder Geselle in unterschiedlichen Betrieben arbeiten – und dich durch fachliche oder betriebswirtschaftliche Fortbildungen weiter spezialisieren.

Wenn es für dich fachlich höher hinaus gehen soll, kannst du den Meisterbrief (Bachelor Professional) erwerben und als Meisterin oder Meister im Böttcher-Handwerk die Leitung eines Betriebs übernehmen und Lehrlinge ausbilden. Außerdem kannst du mit dem Meisterbrief in der Tasche studieren – auch ohne Abitur.

Wenn du dich auf das Management konzentrieren willst, kannst du dich bis zum*zur Betriebswirt*in nach der Handwerksordnung  fortbilden und mit in die Unternehmensführung einsteigen.

Du siehst: Das Böttcherhandwerk bietet interessante Möglichkeiten für deine berufliche Zukunft!

Facts

Hättest du gewusst?

  • Für den Beruf existieren unterschiedlichste regionale Bezeichnungen wie Küfer*in, Fassbinder*in, Fassküfer*in, Büttner*in oder Schäffler*in.
  • Im Böttcherhandwerk gibt es keine Berufsschule in Deutschland. Stattdessen findet eine Blockeinheit in der Berufsschule in Österreich statt.
  • Ein 200 Liter fassendes Bierfass wird auch Hirsch genannt.
  • Das größte Fass der Welt ist das Dürkheimer Riesenfass mit einem Volumen von etwa 1.700.000 Litern. Erbaut hat es Küfermeister Fritz Keller. Es dient jedoch nicht als klassisches Fass, sondern beherbergt ein Restaurant.
Lehrstellenradar

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