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Deine Ausbildung

Stuckateur*in

Als Stuckateur*in verleihst du Räumen und Gebäuden ein individuelles Aussehen: Du beherrschst das komplette Leistungsspektrum der Herstellung, von der Dämmung über Trockenbauten bis hin zu Stuckrosetten. Mit modernen und traditionellen Techniken sanierst, modernisierst und restaurierst du Gebäude – von Innen und Außen.

Stuckateur*in
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Übersicht der Ausbildung

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Gewerkegruppen:
Bau- und Ausbaugewerbe
Interessensbereiche:
Ausbau/Innenarchitektur; Bau/Architektur; Design
Dauer der Ausbildung:
Die Regeldauer der Ausbildung kann auf Antrag individuell verkürzt oder verlängert werden.
3 Jahre
Vergütung (Brutto):
Diese Angaben basieren auf Ausbildungsvergütungen aus einschlägigen Tarifverträgen. Sie geben nur eine grobe Orientierung. Die Ausbildungsvergütung kann je nach Region und Betrieb variieren.

Das Gehalt (Brutto) liegt bei

  • ca. 846 € im 1. Lehrjahr,
  • ca. 1.194 € im 2. Lehrjahr und
  • ca. 1.461 € im 3. Lehrjahr.
Voraussetzung:
Welcher Schulabschluss gefordert ist, variiert von Betrieb zu Betrieb. Rechtlich ist kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben. Selbst ohne Schulabschluss ist eine Ausbildung möglich. Erkundige dich bei den Betrieben deiner Wahl, welchen Abschluss du mitbringen solltest. Je besser dein Abschluss, desto größer zumeist deine Entwicklungsmöglichkeiten.
Hauptschulabschluss (Berufsreife) oder Realschulabschluss (Mittlere Reife) oder Abitur oder Fachabitur
Tätigkeit

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Details zur Ausbildung

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Deine Aufgaben

Als Stuckateur*in arbeitest du in verschiedenen Bereichen im Innenausbau und an Fassaden – das Errichten von Trockenbauwänden gehört genauso zu deinen Aufgaben wie die Montage von Fassadenverkleidungen und das Verschönern mit Stuckarbeiten.

  • Bearbeiten: Du verputzt Wände, Decken und Fassaden, stellst Leichtbauwände oder abgehängte Decken aus Trockenbauteilen her und kümmerst dich um Dämmung von Wänden, Dächern und Kellern – mit moderner Bautechnik und umweltfreundlichen Materialien.
  • Verschönern: Du fertigst Rosetten, Leisten oder Säulenkapitelle aus Stuck und arbeitest diese in Innenräumen oder Fassaden ein – mit Kreativität und Gespür für den Gebäudestil.
  • Restaurieren: In Altbauten oder der Denkmalpflege renovierst oder restaurierst du erhaltenswerte Bausubstanzen und Denkmäler mithilfe von Stuckarbeiten.
Deine Eigenschaften

Als Stuckateur*in solltest du körperlich fit sein und handwerklich vielseitig begabt. Außerdem solltest du dich gerne kreativ ausleben und ein Faible für historische Gebäude haben.

Deine Ausbildungsinhalte

Deine Ausbildung als Stuckateur*in bereitet dich auf die Herausforderungen des späteren Berufslebens vor – und beinhaltet diese Themen:

  • Auftragsübernahme, Leistungserfassung, Arbeitsplan und Ablaufplan
  • Einrichten, Sichern und Räumen von Baustellen
  • Herstellen von Putzen
  • Herstellen von Drahtputzarbeiten
  • Herstellen von Estrichen und Einbauen von Fertigteilestrichen
  • Herstellen von Trockenbaukonstruktionen
  • Ausführen von Stuckarbeiten
  • Sanieren und Instand setzen von Stuck und Putz
  • qualitätssichernde Maßnahmen und Berichtswesen
  • Organisation des Ausbildungsbetriebes, Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz
  • Umweltschutz und Nachhaltigkeit
  • Digitalisierte Arbeitswelt
Ablauf der Ausbildung

Das kommt auf dich zu

Ausbildungsbeginn

Die Ausbildung startet zumeist am 1. August oder 1. September eines Jahres. Es ist aber auch möglich, deine Ausbildung zu einem anderen Zeitpunkt zu beginnen. Besprich das individuell mit deinem Ausbildungsbetrieb.

Dauer der Ausbildung

3 Jahre

Zwischenprüfung

Während der Ausbildung erfolgt eine Zwischenprüfung. Sie soll am Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden. Sie gibt dir eine Orientierung zu deinem Lernstand.

Abschlussprüfung

Am Ende der Ausbildung findet eine Abschluss-/Gesellenprüfung statt.

Deine Karrieremöglichkeiten
Weiterbildung

Deine Karrieremöglichkeiten

Deine Karrieremöglichkeiten

Wenn du weniger auf den Putz haust, sondern ihn lieber anbringst, dann ist die Ausbildung als Stuckateurin oder Stuckateur eine solide Basis.

Nach dem Abschluss der Ausbildung kannst du als Gesellin oder Geselle in unterschiedlichen Betrieben arbeiten – und dich durch fachliche oder betriebswirtschaftliche Fortbildungen weiter spezialisieren.

Wenn es für dich fachlich höher hinaus gehen soll, kannst du den Meisterbrief (Bachelor Professional) erwerben und als Meisterin oder Meister im Stuckateur-Handwerk die Leitung eines Betriebs übernehmen und Lehrlinge ausbilden. Außerdem kannst du mit dem Meisterbrief in der Tasche studieren – auch ohne Abitur.

Du willst Kund*innen und der Umwelt etwas Gutes tun? Dann entscheide dich für eine Fortbildung zur*zum Gebäudeenergieberater*in. Dann berätst du z. B. Hauseigentümer*innen, wie sie ihre Gebäude am besten klimafreundlich umbauen lassen können.

Als Restaurator*in im Stuckateur-Handwerk (Master Professional für Restaurierung im Handwerk) setzt du deine geballte Fachkompetenz ein, um mit alten Handwerkstechniken Kulturgüter (z. B. historische Stuckfassaden) zu restaurieren und für nachfolgende Generationen zu erhalten.

Wenn du dich auf das Management konzentrieren willst, kannst du dich bis zum*zur Betriebswirt*in nach der Handwerksordnung  fortbilden und mit in die Unternehmensführung einsteigen.

Du siehst: Das Stuckateurhandwerk bietet interessante Möglichkeiten für deine berufliche Zukunft!

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Facts

Hättest du gewusst?

  • Stuckateur*innen werden in Süddeutschland auch Gipser*innen und in Norddeutschland Putzer*innen genannt.
  • Gips wird schon seit der Jungsteinzeit plastisch verarbeitet.
  • Eines der berühmtesten Werke geschaffen aus Gips ist die Büste der Nofretete.
  • Stuckateur*innen arbeiten heute auch mit 3D-Druckern.
  • Traumschiff ist nicht unbedingt deine Serie? Vielleicht willst du beim nächsten Sendetermin doch einmal reinschauen, um die Arbeiten der Stuckateur*innen von Stuck-Dekor-Staub zu bewundern, die das Schiff aufwändig ausgestattet haben.
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Kontakt

Keine Angst vor Herausforderungen: Hol dir Tipps zur Bewerbung und jede Menge Infos zu Handwerk und Ausbildung.

Dr. Cornelia Vater

Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB)

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