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Deine Ausbildung

Metallbauer*in

Metallbauer*in Metallbauer*in

Als Metallbauer*in bist du vielseitig im Einsatz, wobei du dich zwischen drei Fachrichtungen entscheiden kannst: Konstruktionstechnik, Gestaltung oder Fahrzeugbau – du formst, fertigst, montierst oder kreierst Gegenstände aus Stahl und anderen Metallen. Von Fensterumrahmungen über künstlerische Metallverzierungen bis hin zu Kühlsystemen für Transporter – du bist Spezialist*in für Metall.

Metallbauer*in
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Übersicht der Ausbildung

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Gewerkegruppen:
Elektro- und Metallgewerbe
Interessensbereiche:
Metall
Dauer der Ausbildung:
Die Regeldauer der Ausbildung kann auf Antrag individuell verkürzt oder verlängert werden.
3,5 Jahre
Vergütung (Brutto):
Diese Angaben basieren auf Ausbildungsvergütungen aus einschlägigen Tarifverträgen. Sie geben nur eine grobe Orientierung. Die Ausbildungsvergütung kann je nach Region und Betrieb variieren.

Das Gehalt (Brutto) liegt bei

  • ca. 707 € im 1. Lehrjahr,
  • ca. 778 € im 2. Lehrjahr,
  • ca. 861 € im 3. Lehrjahr und
  • ca. 922 € im 4. Lehrjahr.
Voraussetzung:
Welcher Schulabschluss gefordert ist, variiert von Betrieb zu Betrieb. Rechtlich ist kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben. Selbst ohne Schulabschluss ist eine Ausbildung möglich. Erkundige dich bei den Betrieben deiner Wahl, welchen Abschluss du mitbringen solltest. Je besser dein Abschluss, desto größer zumeist deine Entwicklungsmöglichkeiten.
Hauptschulabschluss (Berufsreife) oder Realschulabschluss (Mittlere Reife) oder Abitur oder Fachabitur
Details zur Ausbildung

Sieh es dir genauer an.

Deine Aufgaben

Als Metallbauer*in stellst du Konstruktionen aus Metall her – je nach Fachrichtung liegt der Schwerpunkt auf Konstruktionstechnik, Gestaltung oder Nutzfahrzeugen.

  • Formen: Schneiden, Biegen, Trennen, Anreißen, Spanen, Schweißen – nach deinen eigenen Skizzen oder nach Vorgaben bearbeitest du Metall und bringst deine Konstruktion mit verschiedenen Techniken in die richtige Form: Künstlerisch kreativ und technisch versiert.
  • Montieren: Die einzelnen Bauteile werden von dir vernietet, verschraubt oder verschweißt – je nach Schwerpunkt installierst du auch hydraulische, pneumatische oder elektrische Anlagen oder behandelst die Oberflächen deiner Konstruktionen mit Korrosionsschutz.

Du hast die Wahl aus drei Fachrichtungen:

  • Konstruktionstechnik
  • Metallgestaltung oder
  • Nutzfahrzeugbau.
Deine Eigenschaften

Als Metallbauer*in solltest du handwerklich geschickt sein und zupacken können. Zudem solltest du über technisches und mathematisches Verständnis verfügen und sorgfältig arbeiten.

Deine Ausbildungsinhalte

Deine Ausbildung als Metallbauer*in bereitet dich auf die Herausforderungen des späteren Berufslebens vor – und beinhaltet diese Themen:

  • Betriebliche, technische und kundenorientierte Kommunikation
  • Planen und Steuern von Arbeitsabläufen; Kontrollieren und Beurteilen der Arbeitsergebnisse
  • Qualitätsmanagement
  • Prüfen und Messen
  • Fügen
  • Manuelles Spanen und Umformen
  • Maschinelles Bearbeiten
  • Instand halten und Warten von Betriebsmitteln
  • Schweißen, thermisches Trennen
  • Manuelles und maschinelles Umformen von Blechen und Profilen
  • Elektrotechnik
  • Behandeln und Schützen von Oberflächen
  • Transportieren von Bauteilen und Baugruppen
  • Demontieren und Montieren von Bauteilen und Baugruppen
  • Organisation des Ausbildungsbetriebes, Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz
  • Umweltschutz und Nachhaltigkeit
  • Digitalisierte Arbeitswelt

Fachrichtung Konstruktionstechnik:

  1. Montieren und Prüfen von hydraulischen, pneumatischen und elektrotechnischen Bauteilen
  2. Einrichten von Arbeitsplätzen an Baustellen
  3. Herstellen von Metall- oder Stahlbaukonstruktionen
  4. Herstellen und Befestigen von Bauteilen und Bauelementen an Bauwerken
  5. Montieren und Demontieren von Metall- oder Stahlbaukonstruktionen
  6. Montieren, Prüfen und Einstellen von Systemen
  7. Instandhalten von Konstruktionen des Metall- oder Stahlbaues

Fachrichtung Metallgestaltung:

  1. Herstellen von Flächen und Körpern durch Treiben
  2. Handhaben von Schmiedefeuern und schmiedbaren Werkstoffen
  3. Herstellen  von  Schmiedeteilen  durch  manuelles und maschinelles Schmieden
  4. Herstellen und Instandhalten von Werkzeugen und Hilfswerkzeugen zum Schmieden
  5. Herstellen und Montieren von Bauteilen und Gegenständen
  6. Gestalten von Oberflächen
  7. Befestigen von Bauteilen

Fachrichtung Nutzfahrzeugbau:

  1. Elektrik und Elektronik
  2. Hydraulik und Pneumatik
  3. Herstellen und Umbauen von Karosserie, Fahrzeugrahmen und Aufbauten
  4. Einbauen, Einstellen und Anschließen von mechanischen, hydraulischen, pneumatischen sowie elektrischen und elektronischen Systemen und Anlagen
  5. Ausrüsten und Umrüsten mit Zubehör und Zusatzeinrichtungen
  6. Eingrenzen, Bestimmen und Beurteilen von Fehlern,Störungen und deren Ursachen
  7. Warten und Instandsetzen von Systemen und Anlagen
  8. Prüfen und Instandsetzen von Karosserie, Fahrzeugrahmen und Aufbauten
  9. Prüfen, Bearbeiten und Schützen von Oberflächen
  10. Kontrollieren der durchgeführten Arbeiten unter Einbeziehung angrenzender Bereiche
Ablauf der Ausbildung

Das kommt auf dich zu

Ausbildungsbeginn

Die Ausbildung startet zumeist am 1. August oder 1. September eines Jahres. Es ist aber auch möglich, deine Ausbildung zu einem anderen Zeitpunkt zu beginnen. Besprich das individuell mit deinem Ausbildungsbetrieb.

Dauer der Ausbildung

3,5 Jahre

Teil I Gesellenprüfung

Der erste Teil der Gesellenprüfung soll vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres durchgeführt werden.

Teil II Gesellenprüfung

Der zweite Teil der Gesellenprüfung findet am Ende der Ausbildung statt.

Deine Karrieremöglichkeiten
Weiterbildung

Deine Karrieremöglichkeiten

Deine Karrieremöglichkeiten

Die Ausbildung als Metallbauerin oder Metallbauer ist deine Basis, um in die Metallbranche einzusteigen.

Nach dem Abschluss der Ausbildung kannst du als Gesellin oder Geselle in unterschiedlichen Betrieben arbeiten – und dich durch fachliche oder betriebswirtschaftliche Fortbildungen weiter spezialisieren.

Wenn du dein handwerkliches Können mit deinen kreativen Fähigkeiten  verbinden willst, kannst du als Gestalter*in im Handwerk besonders kreativ werden.

Wenn es für dich fachlich noch höher hinaus gehen soll, kannst du den Meisterbrief (Bachelor Professional) erwerben und als Meisterin oder Meister im Metallbauer-Handwerk die Leitung eines Betriebs übernehmen und Lehrlinge ausbilden. Außerdem kannst du mit dem Meisterbrief in der Tasche studieren – auch ohne Abitur.

Du willst Kund*innen und der Umwelt etwas Gutes tun? Dann entscheide dich für eine Fortbildung zur*zum Gebäudeenergieberater*in. Dann berätst du z. B. Hauseigentümer*innen, wie sie ihre Gebäude am besten klimafreundlich umbauen lassen können.

Als Restaurator*in im Metallbauer-Handwerk (Master Professional für Restaurierung im Handwerk) setzt du deine geballte Fachkompetenz ein, um mit alten Handwerkstechniken Kulturgüter (z. B. historische Metallstatuen) zu restaurieren und für nachfolgende Generationen zu erhalten.

Wenn du dich auf das Management konzentrieren willst, kannst du dich bis zum*zur Betriebswirt*in nach der Handwerksordnung  fortbilden und mit in die Unternehmensführung einsteigen.

Du siehst: Das Metallbauerhandwerk bietet interessante Möglichkeiten für deine berufliche Zukunft!

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Facts

Hättest du gewusst?

  • 1989 wurden die Berufe Schlosser*in und Schmied*in zum neuen Beruf Metallbauer*in zusammengeführt.  
  • 1958 erfand der ausgebildete Schlosser Artur Fischer den Kunststoffdübel. Mit über 5000 Patenten gehört er zu den erfinderischsten Handwerkern überhaupt.
  • Rund 80 Prozent der chemischen Elemente zählen zu den Metallen.
  • Auch wenn Handeinsatz beim Fußball ein Foul ist, ist bei vielen Fußballspielen ganz viel Handwerk dabei. Denn die Metallbauer*innen und Feinwerkmechaniker*innen von Schäpers bauen u.a. Fußballtore, die auf der ganzen Welt auf den Plätzen stehen.
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