09. August 2021

Handwerk wirbt im Wahlkampfsommer mit Integration, Nachhaltigkeit und moderner Arbeitswelt

Berlin, 09. August 2021 – Im Wahlkampfsommer machen die Parteien deutlich, wie sie Deutschland voranbringen wollen. Ob Energiewende, Digitalisierung und Infrastrukturprojekte – viele der Ziele lassen sich ohne das Handwerk nicht umsetzen.


Für Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), sind die Herausforderungen der Zukunft unmittelbar mit dem Handwerk verbunden: „Ohne das Handwerk können diese Ziele nicht erreicht werden. Ein leistungsstarkes Handwerk wiederum braucht gezielte Wachstumsimpulse, faire Rahmenbedingungen und spürbare Entlastungen.“


Die Zukunftsfähigkeit des Handwerks steht und fällt jedoch auch mit seinen Fachkräften. „Die berufliche Bildung muss in Deutschland weiter gestärkt werden. Nur dann hat das Handwerk eine Chance, die Fachkräfte auszubildenden, die es heute wie in Zukunft dringend braucht“, so Wollseifer. Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind noch über 30.000 Ausbildungsplätze im Handwerk unbesetzt.


Das Handwerk setzt selbst alles daran, möglichst viele junge Menschen für die Ausbildung in einem seiner über 130 Berufe zu gewinnen. Zahlreiche Ausbildungsordnungen und -inhalte wurden zum Start des neuen Ausbildungsjahres modernisiert. Mit dem Elektroniker für Gebäudesystemintegration ist zum 1. August ein vollständig neuer Beruf an den Start gegangen, in dem zukünftig die Experten in Sachen Smart Home ausgebildet werden.


Um die Vorzüge des Handwerks herauszustellen und junge Menschen für eine Ausbildung zu begeistern, wirbt das Handwerk zudem mit einer bundesweiten Imagekampagne. In diesen Wochen ist die Kampagne auf Plakaten, Bussen, online und im TV präsent. Im Mittelpunkt stehen dabei drei echte Handwerkerinnen und Handwerker, die mit ihren Geschichten aufzeigen, wie zukunftsträchtig das Handwerk in Sachen Integration, Nachhaltigkeit und Modernisierung der Arbeitswelt aufgestellt ist. Themen, die bewusst gewählt sind, da sie der Generation Z besonders am Herzen liegen.


So handelt Stuckateur Werner Will (37) aus Pulheim ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit, indem er am liebsten ausschließlich natürliche Baustoffe verwendet. Auch seine Mitarbeiter motiviert und belohnt er für einen nachhaltigen Lebensstil und fördert ihr Weiterkommen.


Katharina Koch (34) ist erst nach dem Studium der Politikwissenschaften in Berlin und an der Sorbonne ins Handwerk gekommen. Auch sie setzt in ihrer Fleischerei auf einen modernen und nachhaltigen Führungsstil, auf flexible Arbeitszeitmodelle und berät seit 2019 den Bundeswirtschaftsminister als Mitglied im Mittelstandsbeirat.


Mahmoud Aljawabra (29) aus dem syrischen Daraa wiederum ist das Sinnbild für gelungene Integration. Er ist einer von rund 24.620 Flüchtlingen im Handwerk1, die einen Ausbildungs- oder Arbeitsvertrag besitzen. Als Zahntechniker hat er seine Bestimmung darin gefunden, Menschen ihr Lächeln zurückzugeben.


Ab dem 9. August sind alle drei Handwerkerinnen und Handwerker als Botschafter im Rahmen der bundesweiten Imagekampagne des Handwerks auf Bussen und auf Großplakaten in den Großstädten und für mehrere Wochen in TV-Spots sowie auf Motiven im Internet zu sehen. Ergänzend bieten Mini-Dokus auf handwerk.de und YouTube einen tieferen Einblick in ihren Arbeitsalltag. Einen Steckbrief mit weiteren Details zu den Botschafterinnen und Botschafter inkl. Bildmaterial finden Sie hier.


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