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22. Januar 2021

Handwerk schraubt am Image – auch im Lockdown

1. flight Frank Purk

Berlin, 22. Januar 2021 – Das Pandemie-Jahr 2020 hat deutlich gemacht, wie wichtig das Handwerk für Deutschland ist. Das Handwerk hat einen großen Beitrag geleistet, das Land am Laufen zu halten. Gleichzeitig fiel es den Betrieben schwerer denn je, Nachwuchs anzusprechen und zu gewinnen. In der Folge von Schulschließungen und dem Ausfall von Berufsorientierungsangeboten konnten 10.000 Ausbildungsplätze weniger besetzt werden als noch im Vorjahr. Und das, obwohl Fachkräfte im Handwerk für die Zukunft dringend gebraucht werden.

Auch in diesem Jahr erschwert Corona die Maßnahmen zur Berufsorientierung. Das Handwerk will hier gegenhalten. Ein Baustein ist der 1. Flight der bundesweiten Imagekampagne, der mit dem Slogan „Wir wissen, was wir tun.“ auf Plakaten aber vor allem auch in TV-Schaltungen und digitalen Werbemaßnahmen auf das Handwerk aufmerksam macht.

„Es ist erfreulich, welch hohe Bedeutung dem Handwerk inzwischen zugeschrieben wird“, erklärt ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer mit Blick auf Ergebnisse einer Forsa-Umfrage aus 2020. 94 Prozent der Befragten halten das Handwerk demnach für unverzichtbar. „Das ist auch auf die Erfahrungen in der Pandemie zurückzuführen, in der die Systemrelevanz vieler Handwerksberufe deutlich wird. Jetzt gilt es, das Handwerk auch als Karriereweg für die Menschen relevant zu machen.“

Denn der Fachkräftebedarf im Handwerk ist ungebremst. Das Handwerk zeigt sich als besonders krisensicher und unabhängig von der Pandemie sind handwerkliche Fachkräfte gefragt, wichtige Herausforderungen im Bereich Klimaschutz, Energie, Mobilität und Demografie zu meistern. Schulabgängern aber auch Quereinsteigern bieten sich hier interessante Perspektiven.

Davon wissen auch die Botschafterinnen und Botschafter des Handwerks zu berichten, die im Rahmen der Kampagne auf Motiven und in Filmclips zu sehen sind. Einer von ihnen ist Orthopädietechnik- Mechaniker Frank Purk (38) aus Hamburg, der stolz darauf ist, dass seine Prothesen Menschen mit Handicap nicht nur mobil, sondern auch wieder selbstbewusster machen. Die Orthopädietechnik ist einer von fünf Gesundheitsberufen im Handwerk, die angesichts der demografischen Entwicklung weiter an Bedeutung gewinnen.

Ebenfalls der Mobilität verschrieben hat sich Kfz-Mechatronikermeister Franz Rohsmeisl (30) aus Müncheberg. Ihm haben es Oldtimer angetan, deren Restauration für ihn auch einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit bedeutet. Die Leidenschaft für seinen Beruf entdeckte er bereits im jungen Alter von 10 Jahren.

Auf Umwegen kam dagegen Konditormeisterin Laura Schöneberger (28) aus Regensburg zu ihrem Beruf. Zunächst Industriekauffrau wagte sie einen beruflichen Neustart und hat im Handwerk Sinn und Erfüllung gefunden. Ihr Weg kann auch anderen Menschen Mut für einen Neuanfang machen.

Mut zeigte auch Spenglergesellin Luisa Buck (25) aus dem Württembergischen Wildberg bei ihrer Berufswahl. Sie hat einen Frauen-untypischen Beruf gewählt und ist damit jeden Tag aufs Neue glücklich.

Alle Botschafter eint, dass sie ihre persönliche Berufung gefunden haben und das Handwerk sich positiv auf ihre Persönlichkeitsentwicklung ausgewirkt hat. Sie sind dank ihres Berufs reifer, selbstbewusster, zielstrebiger und vor allem erfüllter geworden. Damit trifft das Handwerk auch einen Zeitgeist, in dem die Menschen von ihrem Beruf auch Sinn und Erfüllung erwarten. Sie wollen auch in ihrem jeweiligen Beruf sagen können: „Wir wissen, was wir tun.“

Ab dem 22. Januar sind alle 4 Botschafter im Rahmen der bundesweiten Imagekampagne des Handwerks für einen Monat in TVSpots sowie auf Motiven im Internet, auf Infoscreens und auf Großplakaten und Bussen zu sehen. Ergänzend bieten Mini-Dokus auf YouTube einen tieferen Einblick in den Arbeitsalltag der Botschafter.

Weitere Informationen unter www.handwerk.de

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