Infos für Betriebe

„Niemand möchte einen Beruf ausüben, der einen schlechten Ruf hat.“

Würth ist der führende Hersteller für Befestigungstechnik und ist Handwerkerinnen und Handwerkern durch seine praktischen Systemlösungen und das breite Produktsortiment bekannt. Regina Schmezer, Marketingleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG. erklärt, weshalb die Jugendansprache für Würth so wichtig ist.



Sie führen in Kooperation mit dem Handwerk seit dem letzten Jahr einen Schulwettbewerb mit dem Namen „MACH WAS!“ durch, bei dem Jugendliche in Teamarbeit das Handwerk erleben sollen. Wie kam es zu diesem Engagement und was sind die Motive?

Das Handwerk braucht dringend Nachwuchs. Zudem haben unsere Kunden mit dem Fachkräftemängel zu kämpfen. Daher haben wir die Initiative „MACH WAS! Der Handwerkswettbewerb für Schulteams.“ ins Leben gerufen. Ziel ist, das Potenzial sowie die Attraktivität von Handwerksberufen aufzuzeigen und spielerisch das Selbstvertrauen im handwerklichen Tun zu fördern, um so die Jugendlichen für diese Tätigkeit zu begeistern. Und auch die Kommunikation mit den Eltern über die Zukunftsfähigkeit von Handwerksberufen spielt für uns eine Rolle. Unser Anliegen ist, einen Beitrag zur langfristigen Steigerung der Ausbildungszahlen im Handwerk zu leisten. Deshalb stellen wir den Kontakt zwischen Handwerksbetrieben und Jugendlichen in der Phase der Berufsorientierung her.



Wieso ist das Handwerk ein wichtiger Partner für Würth?

Grundsätzlich spielt das Handwerk und die vielen darin aktiven mittelständischen und oftmals inhabergeführten Unternehmen nicht nur für uns, sondern auch für die Gesellschaft eine enorm wichtige Rolle. Zum anderen gibt es in Deutschland wohl kaum einen Handwerker, der noch nie eines unserer Produkte in der Hand gehalten hat und daraus ergibt sich auch eine Verantwortung im Sinne unseres Selbstverständnisses, bei Nachwuchssorgen mit anzupacken.



Wie wichtig ist die frühe Ansprache von Jugendlichen in Schulen Ihrer Meinung nach?

Eine frühestmögliche Ansprache halten wir für sehr wichtig. Viele Jugendliche haben ihre Talente, Interessen und Fähigkeiten vielleicht noch gar nicht entdeckt. Daher wollen wir ihnen Berufsperspektiven in Projektarbeiten durch das haptische Erleben bieten. Der Wettbewerbsgedanke motiviert bei unserer Initiative zusätzlich.



Welchen Stellenwert hat ein positives Image Ihrer Meinung nach im Handwerk?

Ein positives Image erzeugt Nachfrage. Im Konsumbereich werden Marken unter anderem aufgrund ihres Images bevorzugt. Das gilt gleichermaßen für Berufe und damit auch fürs Handwerk. Niemand möchte einen Beruf ausüben, der einen schlechten Ruf hat. Entsprechend wichtig ist ein positives Image auch für das Handwerk. Unverzichtbar ist dabei aber, ehrlich und glaubwürdig zu bleiben.



Wie wird sich die Jugendansprache in Zukunft entwickeln?

In erster Linie ist es wichtig, mit den Jugendlichen auf Augenhöhe zu kommunizieren. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Die Medien, über die Jugendliche erreicht werden, haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Social Media und neue Plattformen spielen hier eine große Rolle. Alles wird schnelllebiger, Informationen werden innerhalb von Sekunden bewertet und entweder weggewischt oder aufgesaugt. Entscheidend ist, sich mit den Themen der Zielgruppe auseinanderzusetzen und diese ernst zu nehmen! Nur so wird man auch in Zukunft Jugendliche erfolgreich erreichen können.



Was können Betriebe besser machen, wenn es darum geht, für junge Menschen attraktiv zu werden?

Man muss sich mit der Zielgruppe auseinandersetzen und herausfinden, auf was junge Menschen Wert legen. Im Moment spielen Themen wie Work-Life-Balance, das aktive Engagement eines Unternehmens und das Miteinander im Team eine große Rolle. Aber auch Selbstverwirklichung, Kreativität und Nachhaltigkeit sind jungen Menschen sehr wichtig, gerade in diesen Bereichen bieten sich für das Handwerk enorme Chancen.

Bereits zum zweiten Mal findet der Schulwettbewerb „MACH WAS!“ statt. Schulklassen sollen dabei mit Hilfe eines regionalen Handwerksbetriebes eine Projektidee entwickeln und umsetzen. Die Bewerbungsfrist dafür läuft noch bis zum 20. September 2021.

Mit dem Startschuss am 15. November 2021 kann an 200 Schulen bundesweit bis zum 1. April 2022 an handwerklichen Projekten gearbeitet werden. Die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Betrieben kann sehr individuell gestaltet werden, da alle eingereichten Projekte mit unterschiedlichen Anforderungen verbunden sind. So kann die Projektbetreuung durch die Handwerksbetriebe von vereinzelten Treffen, für z.B. Sägearbeiten im Betrieb, bis hin zu regelmäßigen Treffen an der Schule reichen. Jedes Schulteam kann mehrere Handwerksbetriebe für unterschiedliche Gewerke in ihre Projektarbeit einbinden.

Auch für die Betriebe ergeben sich durch die Zusammenarbeit mit den Schülern Vorteile, da sie dadurch leichteren Zugang zu potenziellen Auszubildenden erhalten und ihre eigene Bekanntheit durch die öffentliche Plattform steigern können.

Weitere Informationen rund um die Teilnahmebedingungen, der genaue Ablauf des Wettbewerbs und wie Sie selbst daran teilnehmen können, finden Sie auf der Website und in dieser Broschüre. Das Online-Bewerbungsformular können Sie zudem hier einsehen.

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