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Tischlerin

Jule Rombey

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Tischlerin Jule Rombey Tischlerin Jule Rombey

Versprochen ist versprochen
Schon als kleines Kind ist Jule der angenehme Geruch von Holz regelmäßig in die Nase gestiegen. Sie ist mit dem vielseitigen Werkstoff aufgewachsen, weil ihr Vater damals in der kleinen Garage am Haus ständig damit gearbeitet hat. Ihm hat sie versprochen, bei ihm ihre Ausbildung zu machen, wenn er es „größer aufzieht“. Und der Papa hat es größer aufgezogen. Er hat die kleinen Räumlichkeiten gegen eine richtige Werkstatt getauscht und sein Unternehmen zum Wachstum gebracht. Also hat Jule ihr Wort gehalten.   

Jugendlich meisterlich
Jule hat eine Lehre im Betrieb ihres Vaters gemacht und mit Anfang 20 bereits den Meistertitel draufgesetzt. Perfektionismus gehört bei ihr dazu. Wenn sie präzise arbeiten kann, hat sie am meisten Spaß. „Das muss auf den Zehntelmillimeter genau!“, sagt sie und man spürt, wie es sie erfüllt, wenn die Details stimmen und das große Ganze zum Erfolg wird. Das große Ganze, das sind heute meist Holztreppen, darauf hat sich die Firma spezialisiert. Zum Team gehören neben ihrem Vater vier weitere Angestellte, drei von ihnen sind Auszubildende. Wenn die mit der gleichen Hingabe dem Tischlerhandwerk nachgehen wie Jule, dann stehen vielleicht auch ihnen auf der Karriereleiter – oder besser gesagt Karrieretreppe – alle Möglichkeiten offen.

Das macht einen selbstbewusster und tougher.

Qualität setzt sich immer durch
Früher war Jule eher ruhig. Aber die alltägliche Arbeit in einem nach wie vor männerdominierten Beruf hat sie selbstbewusster und tougher gemacht. An der Unterschätzung durch meist männliche Kollegen ist sie gewachsen. Weil sie ihnen mit jedem Handgriff beweist, wie gut sie ist, und auch immer wieder positives Echo für ihre Fähigkeiten bekommt. Wenn auch manchmal indirekt: So bekam ihr Vater einst ein großes Kundenlob für eine toll produzierte Holztreppe. Er adressierte die netten Worte aber umgehend richtig an seine Tochter, weil nämlich sie es war, die diese Treppe entworfen und gebaut hatte. Jule ist heute sicherer und souveräner, sagt sie. Mit Sprüchen wie „Mädchen, bist du sicher, dass du das kannst?“ hat sie im Laufe ihres noch jungen Arbeitslebens umzugehen gelernt. Denn sie selbst kennt die Antwort auf diese eigentlich überflüssige Frage sowieso: Natürlich kann sie das!

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Tischler*in

Gewerkegruppen:
Holzgewerbe
Interessensbereiche:
Ausbau/Innenarchitektur; Design; Holz
Dauer der Ausbildung:
3 Jahre
Tischler*in
Ausbildungsdetails