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Brauerin

Doreen Gaumann

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Doreen Gaumann Doreen Gaumann

Als Frau unter Männern
Doreens Weg ins Brauereihandwerk war alles andere als einfach. Sie erinnert sich zum Beispiel an ein Vorstellungsgespräch, in dem sie darauf hingewiesen wurde, dass sie sich in einer Männerdomäne bewirbt. Abgeschreckt hat sie das nicht. Im Gegenteil; bereits während der Ausbildung entwickelte sich Doreens Leidenschaft für ihren Job rund ums Bier immer weiter. Angetrieben wurde sie dabei auch vom Herzblut und der Hingabe der Menschen, in deren Familienbetrieb sie seit Ausbildungsbeginn bis heute arbeitet. Und dann, in der Meister*innenschule, kam letztlich dieser eine Moment, der ihr klarmachte: „Das ist meins“.

Unerschüttert und auf Erfolgskurs
„Hätte ich jeden Spruch geglaubt, den ich am Anfang zu hören bekommen habe, wäre ich nicht hier, wo ich heute stehe.“ Doreen erzählt heute mit einem Lächeln von ihrem eher holprigen Start ins Brauereihandwerk. Doch mittlerweile geht sie als Braumeisterin unbeirrt und selbstbewusst ihren Weg, bildet sogar selbst angehende Brauerinnen und Brauer aus. Doreen ist beim Brauprozess vom Anfang bis zum Ende dabei. Ganz nah dran zu sein an den Rohstoffen und den Arbeitsschritten, die Produkte wirklich zu fühlen, zu riechen und zu schmecken, das macht ihren Beruf für Doreen so besonders. Und der ist trotz aller Tradition weit weg von „alles so wie immer“. Doreen erfindet das Rad nämlich gern auch mal neu, wie sie sagt. Mit ihrer Neugier und dem Mut zur Veränderung entwickelt sie – gemeinsam mit ihren Kolleg*innen – immer wieder neue Craftbier-Kreationen, die den Geschmack der Leute treffen. Aus dem Job, der ihren Lebensunterhalt finanziert, ist eine Leidenschaft geworden. Doreen hat sich vom „Mäuschen“ zur kreativen, engagierten und entschlossenen Bierexpertin entwickelt.

Wenn ihr wirklich Bock auf etwas habt und das für niemand anderen tut, dann macht das einfach.

Doreen motiviert Frauen zum Schritt in Männerdomänen
„Ich mach einen coolen Job und bin glücklich mit dem, was ich tue“, sagt Doreen heute voller Überzeugung. Und sie motiviert andere dazu, ihren beruflichen Weg zu gehen. Vor allem wünscht sie sich mehr Frauen in noch immer männerdominierten Berufen wie ihrem. Erste positive Tendenzen gibt es in ihrer Firma bereits, wie die wachsende Anzahl an Praktikantinnen beweist. Denen und allen anderen macht Doreen Mut: „Wenn man Bock darauf hat und seinen Weg geht, dann ist das eigentlich relativ einfach.“ Sie selbst ist das beste Beispiel dafür.

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Brauer*in und Mälzer*in

Gewerkegruppen:
Lebensmittelgewerbe
Interessensbereiche:
Ernährung/Lebensmittel
Dauer der Ausbildung:
3,5 Jahre
Brauer*in und Mälzer*in
Ausbildungsdetails