21. Oktober 2019

Tuning in Abu Dhabi: „Das geilste Praktikum der Welt“ geht zu Ende

Der Gelsenkirchener Schüler Melih C. erlebte „Das geilste Praktikum der Welt“ in Abu Dhabi. Eine Woche schaute er Kfz-Mechaniker Jimmy Pelka, einem der weltweit besten Tuner, in seiner Werkstatt über die Schulter. Junge Menschen konnten die Erlebnisse auf Instagram verfolgen. Das Handwerk ermöglichte diesen ungewöhnlichen Berufseinblick und möchte damit für die Berufsperspektiven im Handwerk werben.


Eine Werkstatt mit Luxusautos, inmitten von Palmen und Wolkenkratzern. Schüler Melih C. nutzte seine Herbstferien für Berufsorientierung der besonderen Art. Der 16-Jährige aus Gelsenkirchen erlebte in Abu Dhabi „Das geilste Praktikum der Welt“. Vom 12. bis 19. Oktober schaute Melih C. Kfz-Mechaniker und Tuner Jimmy Pelka bei der Arbeit über die Schulter. Stories und Beiträge auf dem Instagram-Kanal @dashandwerk dokumentierten die Erlebnisse und ließen andere junge Menschen daran teilhaben. Ein einmaliger Berufseinblick, den das Handwerk ermöglichte.


Der gelernte Kfz-Mechaniker Jimmy Pelka aus Bad Mergentheim gehört zu den besten Tunern der Welt. Seine selbstprogrammierte Chiptuning-Software ist so erfolgreich, dass seine Firma PP Performance mittlerweile 20 Dependancen rund um den Globus hat. Eine Einführung durch Pelka, wie die Software die Motordaten der Hersteller umschreibt, durfte deswegen auch für Melih C. nicht fehlen. Neben den Tuning-Grundlagen, lernte der 16-Jährige auch die Basis für den Beruf des Kfz-Mechatronikers: vom Klimaanlagen-Check bis zum Bremsscheibenwechsel. „Mit Leidenschaft für meinen Beruf habe ich mein Unternehmen aufgebaut und lebe meinen Traum. Ich freue mich, dass ich zusammen mit dem Handwerk diesen einmaligen Einblick in die Faszination meines Berufs mit jungen Menschen teilen kann“, sagt Jimmy Pelka.


Neben dem Werkstattalltag erlebte Melih C. auch, was die Metropole Abu Dhabi zu bieten hat: Sightseeing, eine Wüstentour und ein Ausflug auf die Rennstrecke standen auf dem Programm. Nach einer Woche ging es für den Schüler mit vielen Erfahrungen und bleibenden Erinnerungen zurück und auch mit der Gewissheit: „Kfz-Mechatroniker ist ein cooler Job. So viel Elektronik hätte ich in einem Auto nicht erwartet“, so Melih C. „Vorher war mir nicht klar, was ich später machen möchte. Das Praktikum hat sehr dabei geholfen, meinen Berufswunsch zu konkretisieren: Es soll definitiv etwas mit Autos werden.“ Der Schüler hatte sich im Sommer im Rahmen des bundesweiten Aufrufs des Handwerks für „Das geilste Praktikum der Welt“ beworben.


Mit Modernität beim Nachwuchs punkten

Mit dem ausgefallenen Praktikum und weiteren Aktionen möchte das Handwerk in der Öffentlichkeit und vor allem bei Jugendlichen seine Modernität unterstreichen. „Wir möchten mit längst überholten Klischees brechen. Zum modernen Handwerk gehören Technologie, Internationalität und Pioniergeist genauso selbstverständlich wie Blaumann und Werkbank. Diese modernen Aspekte möchten wir zeigen und damit Handwerksberufe auch für junge Menschen in der Berufsorientierung attraktiv machen“, sagt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks.


Im Rahmen einer bundesweiten Kampagne stellt das Handwerk in diesem Jahr die Frage „Ist das noch Handwerk?“ und liefert die Antwort gleich mit: Handwerk heute ist modern und zukunftsgewandt. Aktionen wie „Das geilste Praktikum der Welt“ sollen der Öffentlichkeit und vor allem jungen Menschen ein zeitgemäßes Bild der Branche vermitteln.


Kfz-Mechatroniker/in ist einer von über 130 Ausbildungsberufen im Handwerk. Jährlich beginnen rund 16.000 Auszubildende eine Ausbildung als Kfz-Mechatroniker/in. Im gesamten Handwerk starten jedes Jahr etwa 110.000 junge Menschen mit einer Ausbildung ihren Berufsweg. Weitere Informationen zur Ausbildung im Handwerk sowie zu offenen Lehrstellen unter handwerk.de. Einblicke in „Das geilste Praktikum der Welt“ gibt es auf dem Instagram-Kanal @dashandwerk


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