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Zahntechniker

Mahmoud Aljawabra

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Mahmoud Aljawabra

Mahmouds Kindheitstraum wird wahr
Schon als junger Schüler durfte Mahmoud seinem Onkel in dessen zahntechnischem Labor in Damaskus über die Schulter schauen. Die Faszination war sofort da – der Weg zum Zahntechniker allerdings noch sehr weit. Denn der Krieg in Syrien zwang seine Familie und ihn zur Flucht nach Jordanien. Dort fand er als Bote eines Zahnlabors Arbeit und durfte nach Feierabend unter Aufsicht erste zahntechnische Arbeiten ausprobieren. Mahmoud verfolgte seinen Weg konsequent weiter und bewarb sich nach seiner Ankunft in Deutschland im Jahr 2016 sofort um einen Ausbildungsplatz. Mit Erfolg.

Wo Mahmoud heute steht
Mahmoud hat den Krieg hinter sich gelassen und in Leipzig eine Heimat gefunden – und mit der Ausbildung zum Zahntechniker auch seine Erfüllung. Er liebt sein Handwerk, in dem moderne Technologie zum Einsatz kommt: unter anderem CAD/CAM-Software bei der Erstellung von Zahnmodellen oder Intraoralscanner bei der Abdrucknahme. Neben technischem Verständnis braucht Mahmoud aber auch filigranes Feingefühl. Etwas, das ihm zum Teil vielleicht in die Wiege gelegt wurde. Das Mahmoud aber weiter schult und formt. Zum Beispiel mit den kleinen Kunstwerken, die er auf Kronen und Brücken statt auf Leinwände malt. Seine „Ausstellungsräume“ sind die sozialen Medien. Hier tauscht er sich mit Gleichgesinnten über sein Handwerk aus, um immer besser zu werden. Zwar beherrscht er es mittlerweile ausgesprochen gut, wie die glatte 1,0 bei der praktischen Gesellenprüfung beweist – und das nur fünf Jahre, nachdem er fast ohne Sprachkenntnisse nach Deutschland gekommen ist. Doch am Ende seiner Reise sieht sich Mahmoud trotzdem noch lange nicht.
 

Menschen das Lächeln zurückzugeben, das gibt mir ein schönes Gefühl.

Mahmouds nächstes Karriereziel
„Ich möchte Zahntechnikermeister werden!“ So direkt und selbstbewusst formuliert Mahmoud sein nächstes berufliches Ziel. Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, das ist einer dieser vielen positiven Nebeneffekte, die Mahmoud seinem Handwerk zu verdanken hat. Auch ganz vorn dabei ist das schöne Gefühl, „den Menschen ihr Lächeln zurückzugeben.“ Das spürt er in seinem Herzen. Es kann eben etwas ganz Besonderes sein, wenn Berufung und Beruf eins werden.        

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Zahntechniker*in

Gewerkegruppen:
Gesundheits-, Körperpflege-, chemisches und Reinigungsgewerbe
Interessensbereiche:
IT/technische Verarbeitung
Dauer der Ausbildung:
3,5 Jahre
Zahntechniker*in
Ausbildungsdetails